Das Würfelspiel

Der Tod trat in die Sphäre der ewigen Stille. Die Lichter an der hohen, gewölbten Decke erzitterten. Lächelnd rückte er seinen Stuhl zurecht, als er sich setzte. Gelassen sah er zu seiner immerwährenden Geliebte, das Leben. Sie saß bereits am runden Tisch, schön und grausam wie ein kalter Wintermorgen. »Wo warst Du?«, wollte sie wissen. »Geschäfte«, winkte er ab. Sie nahm die drei Würfel in die Hand und inspizierte sie. »Glaubst Du ich betrüge?«, fragte der Tod leicht erzürnt. Amüsiert schürzte sie ihre vollen Lippen, »Bei Dir weiß man nie!« Wirbelnd umkreisten die Würfel ihre langen Finger. Zu gut erinnerte sich das Leben an die erbitterten und leidenschaftlichen Kämpfe, die sie einst in der Welt der Menschen austrugen.

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Der verliebte Tod

Neidisch blickte der Tod in die neun Welten. Egal wohin er blickte, sah er Liebe und Glück. Angewidert rümpfte er die Nase, doch in seinem tiefsten Inneren wünschte er sich eine Gefährtin, mit der er gemeinsam über sein kaltes Reich herrschen konnte. Er kam nur in die Welt der Lebenden, wenn er  Alte und Kranke an ihren Totenbetten abholte. Er wollte endlich das Leben und die Liebe spüren. Ungeduldig ging er auf und ab. Er wollte nicht mehr länger warten, bis der Wächter der Schwelle ihm die Tore der Welten öffnete. Heimlich ritt er auf einem der wilden Stürme, die den Herbst ankündigten, in die Welt der Lebenden. So kam es, dass er durch die Welt der Menschen reiste und auch hier nach einer passenden Geliebten ausschau hielt.

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Die Geisterstunde rückt näher

Am 10 Oktober feiert mein überaus geschätzter Kollege Patrick Osborn sein 15 jähriges Autorenjubiläm. Wie könnte man es besser Feiern als mit einer spannenden Anthologie?

Diese erscheint Anfang Oktober bei Twentysix  mit dem Titel „Geisterstunde“ von und mit Partick Osborn.  15 Kurzgeschichten aus der Feder von fantastischen Autoren aus dem Genre Horror , Fantasy und Mystik entführen Euch in eine unbekannte Welt.

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Garstige Schreibblockade!

Die heimtückische Schreibblockade lauert hinter jeder dunklen Ecke. Bereit mit ihren scharfen gewetzten Krallen und scharfen Zähnen zu zuschnappen. Schon macht sie sich zum Sprung bereit und schnappt sich den zuvor kreativen und ahnungslosen Autor. Gierig schleppt sie ihre Beute in eine Ecke, um sie auszusaugen und mit ihrem heimtückischen Virus der Blockade zu infizieren.

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Geburtstag Widerwillen

Ich lief, was das Zeug hielt. Jeden Tag Stunden lang, bei Wind und Wetter. Zweimal am Tag umkreiste ich panisch hechelnd den Baggersee. Ich lief vor meiner Angst, nein vor mir weg. So verpackte ich die Diagnose Hydronephrose auf meine Art und Weise. Mir rann die Zeit davon. Nur noch drei Wochen bis zum 24.09., dann würde ich meine linke Niere für immer verlieren. Ich wurde noch nie operiert und ich war noch nie wirklich krank. Es überforderte mich und machte mir Angst.

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Barmherzickigen Schwestern

Natürlich aus einer Laune heraus und vielen Lachanfall- Chats ist die neue satirsiche Seite „Barmherzickigen Schwestern“ entstanden.

Meine Kollegin Andrea R Walla und moi werden Euch zukünftig und regelmäßig mit einem Satire Blog …. unerhalten…zukleistern, ach was auch immer.

Nur zum Verständnis, es kommen unterschiedlich Geschmacksrichtungen vor , von süßsauer bis ultrascharf. Also schnallt Euch gefälligst an! Sicherheit geht vor.

Da ich heute meinen barmherzickigen hab, geb ich  Euch mal den link:

http://barmherzickigenschwestern.jimdo.com/

Uns gibt es auch auf Facebook:

https://www.facebook.com/barmherzigenschwestern/

Neccara

So kam ich in die Welt der Sterblichen

Ein unmelodischer Singsang katapultierte mich ins Hier und Jetzt. Sog mich aus meiner leeren Sphäre. Plötzlich stand ich in einem heulendem Verlies. Es stank nach Mensch und Schwäche. Nackt und hungrig stand ich im flackernden Schein weniger Kerzen. Ein dürrer Mann mit struppigen Haar und verkniffenen blauen Augen starrte mir auf die blanke Brust. Ich schloss die Augen und witterte sein junges Blut.

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